Der Arbeitsmarkt in der Schweiz unter der Personenfreizügigkeit mit der EU

Januar 30, 2008

Können zählt wenig bei der Bewerbung - Heule mit dem Rudel

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Schlagworte: , , , , , — wanderarbeiter @ 11:28 Uhr vormittags

Im Herbst 2006 geriet der Verwalter der Rieter-Pensionskasse Jürg Maurer in die Schlagzeilen: War er von 1997 bis 2001 mit rund 480′000 Franken Vermögen eingeschätzt worden, deklarierte er 2001 plötzlich das Hundertfache: 43,8 Millionen Franken. Wie erreicht man solche Summen mit einem Grundgehalt von 240′000 Franken plus Bonus? Rasch lagen Vermutungen im Raum er könne Position als Verwalter und Anleger von grossem Vermögen ausgenutzt haben:  Geschenke, Millionenprovisionen von Banken, Kursmanipulationen, Kickbacks, Front Running, oder durch die Kasse eigene Verluste decken.

Während die Sache untersucht wurde, meldeten sich Börsenprofis, welche meinten, dass man in so kurzer Zeit an der Börse kaum so grosses Vermögen anhäufen kann. Es musste was faul sein, oder aber Jürg Maurer ist ein Jahrhunderttalent.

Gefunden wurde nichts. Alles sauber, ausser einer verpassten Deklaration früherer Steuererträge. Die Medien, welche sich auf den Mann eingeschossen haben, hielten an ihrem Kurs fest und droschen auf Maurer ein.

Fritz Pfiffner, Ressortleiter Wirtschaft bei der NZZ am Sonntag, meint dazu: «Zur wundersamen privaten Vermögensvermehrung des Rieter-PK-Verwalters möchte ich nur eine Frage in den Raum stellen. Warum hat denn nie ein Grosser in der Finanzbranche dieses Jahrhunderttalent in Sachen Anlagen entdeckt und mit der üblichen Millionenofferte abgeworben?». Diese Frage, freilich lässt sich leicht beantworten. Sie offenbart, das Pfiffner eher älter ist und schon seit langem nicht mehr im Konkurrenzkampf um Arbeitsplätze mitbuhlt. Bei jedem Bewerbungsseminar für Lehr- und Studienabgänger, bei jeder Besprechung mit dem Berufsberater oder dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum hört man stets dieselbe Leiher, dass eine erfolgreiche Anstellung aufgrund eines beeindruckenden ersten Eindrucks zustande kommt. Gepflegtes Äusseres, adrette Erscheinung, herzlicher Umgang sind unerlässlich. Eine Bewerbung wird innerhalb weniger Sekunden entweder akzeptiert oder dem Reservestapel übergeben. Die persönlichen Eigenschaften und das soziale Auftreten steht bei diesen Beratern an erster Stelle.

Piffner läutet den Paradigmenwechsel ein: Nicht mehr die Persönlichkeit, sagt er, nein alleine die Kompetenz entscheidet über die Anstellung. Er belebt damit eine Vorstellungen aus der Jugendzeit.

In Wahrheit besitzen bloss wenige Kadermitarbeiter einzigartige technische Fähigkeiten vielmehr rühmen sie, geraden bei Banken, ihre langjährige Erfahrungen auf ein und demselben Gebiet. Würden die Anstellungsbedingungen auf einmal so definiert, wie Pfiffner irrtümlich annimmt, so würden diese mittelmässigen Kaderleute ihre eigene Stellung torpedieren. Man gewinnt einen einzigen guten Mitarbeiter, dafür würden alle übrigen, inklusive die Entscheidungsträger, degradiert. Erinnert sich noch jemand daran wie die UBS ums Jahr 2000 eine PR-Kampagne führte, wo sie sich rühmte einzig die allerbesten Hochschulabgänger einzustellen? Wohl kaum, denn die Kampagne ist einem Werberhirn entsprungen und wurde nach nur wenigen Wochen still eingestampft.

Man sehe sich nur mal ein Stelleninserat einer Finanzinstitution an. MS-Office Kenntnisse sind das Höchste an technischen Fertigkeiten, was da verlangt wird, der Rest ist wischiwaschi Zeugs über die Persönlichkeit. Wird man trotzdem zu einem Gespräch eingeladen, geht’s schnell. Nach hunderten von Diplomen im Banken- und Versicherungssektor steht man da und beweist, wie man Optionspreise im Kopf ausrechnen kann und sein Vermögen innerhalb weniger Jahre verhundertfacht hat, ehe man unterbrochen wird um sich den obligaten Satz anzuhören: Wir suchen Jemanden mit mindestens sieben Jahren praktischer Erfahrung im Bankensektor?

Schlechtrede Strategie bei Bewerbungsgesprächen

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Schlagworte: , , , , — wanderarbeiter @ 11:21 Uhr vormittags

Bei meinen bisherigen Bewerbungsgesprächen ist mir aufgefallen, dass sich zwar Jedermann höflich benimmt, man aber tendenziell schlecht gemacht wird. Dabei wird zuerst der eigene Betrieb über alles gelobt und einem bewusst gemacht, dass man bestenfalls einen eher bescheidenen Gewinn zum täglichen Arbeitsprozess beisteuern wird. Ich habe dann das Gefühl, dass sich diese Leute mir gegenüber eher unsicher und bedroht fühlen. Erstens, wollen sie aus einem unnötigen Minderwertigkeitskomplex heraus ihre eigene Qualifikation, im Verhältnis zu jener des Bewerbers, schön reden. Dem Betrieb bringen diese Spielchen freilich wenig. Zweitens aber erzwingt man sich vom Kandidaten dadurch eine gesteigerte Kompromissbereitschaft, wenn sich die Diskussion später um Lohn- und Arbeitsbedingungen dreht.

Eigenartigerweise nimmt man damit eine Demotivation des potentiellen Mitarbeiters in Kauf. Dass dies zum Spiel einzelner Betriebe gehört scheint unausweichlich, dass dies aber, nach meinen Erfahrungen, eher zur Regel eines Bewerbungsgesprächs gehört, lässt aufhorchen.

Also fragt man sich, während man so da sitzt, wieso man überhaupt für ein Gespräch eingeladen wurde. Wenn man schliesslich aber, trotz scheinbar bescheidener Qualifikation, die Stelle angeboten erhält, läuten die Alarmglocken. Der versierte Gesprächspartner, falls geschickt, meint aber, dass man sehr zuversichtlich der künftigen Zusammenarbeit entgegensieht und dass sich die fehlende Qualifikation bestimmt aufholen lässt (wieso hat man dann nicht gleich einen - ihrer Ansicht nach - Qualifizierten eigestellt?). Trotzdem ist der Betrieb an einer Zusammenarbeit interessiert, muss aber leider die Anstellungsbedingungen den scheinbar schlechten Voraussetzungen anpassen (gemäss Firmenreglement oder noch besser: gemäss Marktbedingungen).

Sobald man sich im Betrieb eingerichtet hat, realisiert man, dass es mit der Qualifikation der Mitarbeiter nicht zu Besten steht. Da diese fachlich verloren sind, umschreiben sie ihre Fähigkeiten mit Schlagworten wie “seit fünfzehn Jahren im Betrieb”, oder “habe bereits miterlebt wie dies noch ohne Computer gemacht wurde”. Die Erklärung, inwiefern dieses Wissen dem Betrieb weiterhilft, bleiben diese verzweifelten Menschen einem jedoch schuldig. Durch diese Anstellungs-Taktik torpediert die Firma die Motivation der neuen Mitarbeiter nachhaltig. Die Dynamischeren unter ihnen werden sich wohl bald anderswo umsehen, die Gesättigteren werden es sich im Betrieb gemütlich machen.

Dass das eben beschriebene Vorgehen dermassen verbreitet ist, spricht dafür, dass die Rechnung für die Firma eben doch auf geht: Wenig motivierte Mitarbeiter, welche sich alsbald neu arrangieren oder den Betrieb wieder verlassen; dafür geringere Personalkosten.

Januar 24, 2008

Erschwerte Kommunikation erwünscht

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Schlagworte: , , , , , , , — wanderarbeiter @ 2:23 Uhr nachmittags

Ich war vor etwa zehn Jahren in einer mittelgrossen deutschschweizer Firma mit zwei Niederlassungen im Mittelland angestellt. Die Kunden des Unternehmens waren ebenfalls Firmen aus der Deutschschweiz. Eigenartigerweise deklarierte diese Firma ihre Betriebssprache. Mir war bisher nie aufgefallen, dass Betriebe dies tun und stellte mir vor was wohl geschehen würde, wenn sich eine Abteilung während einer Besprechung in einer anderen Sprache, welche allen genehm ist, mitteilen würde?

Die Firmensprache wurde nicht bloss kleingedruckt zwischen Haufen von Seiten in irgendeinem Reglement zitiert welches niemand liest, sondern es wurde den Angestellten stets eingetrichtert, welches diese offizielle Sprache ist oder besser sind. Denn es waren zwei: Deutsch und Englisch. Auch wurde betont, dass diese Sprachen gleichwertig und austauschbar agieren. Dies hiess, dass man sich nicht zu entscheiden hatte, welche Sprache man für einen Anlass wählte, sondern konnte nach belieben between these zwei hin und back wechseln, wie you like es.

Wenn man sich dann in der Firma bewegte, merkte man rasch, dass das Englische sehr wenig zur Anwendung kam und es zu sprechen einer Mehrheit der Mitarbeiter schwer fiel. Es entstand verschiedentlich auch der Eindruck, dass es Bewerber ohne Deutschkenntnisse etwas schwieriger hatten. Zur Erklärung, wieso trotzdem das Englische als gleichwertige Firmensprache gewählt wurde, fallen zwei Beobachtungen ins Gewicht:

1) Die Firma gab sich gerne als global aus: Umfassende Lösungen zu allen denkbaren Problemen für ein breite Schicht von Kunden. Man war zwar spezialisiert, aber eben auf alles. Es kursierte das Gerücht, dass bei einer Besprechung, wo es darum ging auf was man fokussieren sollte, ein Manager meinte, wieso man nicht gleich auf alles fokussiere. Dem Kunden wurde höchste Professionalität und Weitsicht vorgegaukelt und man dachte man könne dies als mittelgrosses Deutschschweizer Unternehmen (mit mehrheitlich deutschschweizer Angestellten) unterstreichen indem man sich mit der Wirtschafts- und Wissenschaftssprache Englisch schmückt.

2) Der Geschäftsleiter hatte in jungen Jahren für kurze Zeit eine teuer bezahlte Ausbildung in den USA absolviert. Seither gibt er sich als Weltenbürger. Dieser Teil seiner Ausbildung in den USA, kann er bloss zum Vorteil seiner Karriere ausnützen, wenn dies auch als besondere Qualifikation erkannt wird. Also muss deren Wichtigkeit betont werden. Dabei hilft das Unterstreichen vom Englischen als die Sprache, in der beflissene Wirtschaftskoryphäen millionenschwere Verträge abschliessen.

Zu Punkt zwei lässt sich noch sagen, dass es wohl das Bestreben eines jeden Einzelnen ist, seine Investitionen in Ausbildung und Karriere zu vergolden. Das Problematische im beschriebenen Fall ist, dass daraus Nachteile für die Unternehmung resultieren, nämlich erschwerte Kommunikation und Bürokratie. Damit wären wir bei Punkt eins. Die ganze Geschichte um das Proklamieren einer firmeninternen Fremdsprache, gleicht einer Werbeaktion, bei der die Kompetenz der Firma schöngeredet wird. Leider muss man sich aber über die Konsequenzen im klaren sein, wenn es tatsächlich zur Anwendung kommen sollte.

Der Zufall wollte es, dass in meiner Abteilung ein Engländer arbeitete. Einer der ganz wenigen im Betrieb mit Gewandtheit im Englischen. Zudem konnte er auch gut Deutsch. An Sitzungen konnte er sich bestens durchsetzen. Einmal sagte er mir, dass er den Entscheid, Englisch als gleichwertige Unternehmenssprache zu werten, nicht nachvollziehen könne. Er könne jegliche Diskussion jederzeit zu seinen Gunsten lenken indem er auf Englisch ausweiche. Die Mitarbeiter agieren danach meist unbeholfen. Wieso, so fragte er, gibt das Management seine Kompetenzen dermassen leichtfertig aus der Hand? Genausogut wie von den Englischsprachigen könnte man den Betrieb von allen Mitarbeitern mit Eisenmangel oder von Guatemaltekischen Ureinwohnern führen lassen.

Die Offenheit der Schweiz bringt Menschen zu uns, die oft der Landessprachen nicht mächtig sind. Zwar ist es jedem Betrieb überlassen, ob sie diese Menschen anstellen und dadurch die interne Kommunikation erschweren wollen. Am Besten funktioniert die Kommunikation, wenn man sich auf eine gemeinsame, einer Mehrheit bestens vertrauten Sprache einigt. Typischerweise ist dies eine Landessprache. Werden die Vertreter der Minderheitensprache jedoch zahlreich innerhalb einer Gruppe, so können sie leicht die offizielle Kommunikation umgehen oder in ihre Bahnen lenken. Dass die Schweizer dies oft zulassen und sich dadurch selber ins Aus manövrieren ist immer wieder erstaunlich anzusehen.

Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Bemühungen das Bundes zwar Leute in die Schweiz zu bitten, sich aber im Umgang mit deren Sprachproblemen im Alltag schwer zu tun. Bundesrat Blocher forderte die Beherrschung einer Landessprache um im Land bleiben zu dürfen und den Besuch von Sprachkursen als Voraussetzung für die Aufenthaltsbewilligung (Interview der «Neuen Luzerner Zeitung»). Das Amüsante daran ist, dass etwa Albanische Asylanten meist sehr gut Italienisch sprechen und deswegen vom Blocherschen Zorn nicht betroffen wären, obwohl ihnen diese Kenntnis in der Deutschschweiz wenig nützt. Manager aus Übersee wären demgegenüber aber sehr wohl betroffen. Da der Bundesrat aber bald einsah, dass für ihn Ausländer nicht gleich Ausländer sind, wurden obige Formulierungen bald abgeändert von “Aufenthaltsbewilligung gebunden an obligatorischen Sprachunterricht” auf “die Behörden können verlangen, dass”.

Januar 21, 2008

Gesamteuropäischer Wirtschaftsraum: Ja. Arbeitsplatzverlagerungen: Nein?

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Schlagworte: , , , , , , , — wanderarbeiter @ 12:36 Uhr nachmittags

Ende November 2006 legten mehr als fünftausend Beschäftigte des Volkswagen-Werkes in Brüssel ihre Arbeit nieder. Ausserdem wurden Teile des Werkes besetzt, um die Auslieferung von fertigen Autos und die Demontage der Maschinen zu behindern. Der Zorn der Arbeiter richtet sich gegen den geplanten Abzug der gesamten Produktion des VW-Golfs aus dem Brüsseler Werk. Arbeitsschritte sollen zu Optimierungszwecken verlagert werden in die bestehenden Werke im deutschen Wolfsburg und im sächsischen Mosel .

Die Empörung der belgischen VW-Angestellten war einstimmig und mancher Politiker legte sich ins Zeug um die insgesamt 5400 Arbeitsplätze am Ort zu behalten. Innerhalb des europäischen Gefüges bringt die Strategie des VW-Konzerns keine Verluste, sondern verstärkt sogar die europäischen Kräfte. Wieso eine Mehrheit der Europäer einen länderübergreifenden, liberalen Wirtschaftsraum befürworten und trotzdem Protest ausbricht, wenn dies tatsächlich angewandt wird, ist wenig verständlich. Die Wirtschaftsrechte schweigen und verweisen bestenfalls auf die gesamthafte Effizienzsteigerung, welche schlussendlich Allen zugute kommt. Nur lässt sich diese nicht kurzfristig spüren, im Gegensatz zum Arbeitsplatzverlust der Arbeiter. Die Linke wiederum ist ebenso vehement für den globalen Wirtschaftsraum, wie gegen die Folgen, falls dieser umgesetzt wird. Wer dies noch versteht ist zu beneiden.

Regelmässig spielt sich innerhalb der Schweiz ähnliches ab. Der Unterschied zu den belgischen Arbeitern ist, dass wir mit Volkrechten ausgestattet sind, die uns unmittelbarer verantwortlich machen für den Schlamassel, in den wir uns geritten haben. Ausserdem spielen sich die Verlagerungen oft auf lächerlich kleinem Raum ab und man fragt sich, wieso der ganze Protest gegen einer Verlagerung über wenige Kantone hinweg, wenn gleichzeitig jede Volksvorlage angenommen wird, in der gefordert wird, dass der Arbeitsmarkt gesamteuropäisch liberalisiert werden soll? Schweizer folgen gerne dem Argument, dass eine härterer Arbeitsmarkt die Faulen (die Anderen) auf Trab hält weswegen es schliesslich Allen (einem selber) besser geht. Mann will also den Arbeitsmarkt bis zum Ural liberalisieren, auf dass die Faulen bald in Kiew arbeiten müssen, wenn man aber innerhalb der Schweiz umziehen sollte, ist dies ein Ding der Unmöglichkeit.

Am 12. Dezember 2005 hat Swissmetal die Verlagerung der «schweren Aktivitäten», darunter des Giessereibetriebs, von Reconvillier im Kanton Bern nach Dornach in den Nachbarkanton Solothurn, bekannt gegeben. In Reconvilier soll noch die Sparte Drähte und Stangen verbleiben. Die Beschäftigten im bernischen Jura lehnten diese Entscheidung vollumfänglich ab. An der Personalversammlung wurde die Arbeitsniederlegung mit 218 gegen 32 Stimmen beschlossen. Die Proteste weiteten sich dermassen aus, dass sich sogar Bundesrat Joseph Deiss als Vermittler zwischen den Sozialpartnern in den Arbeitskonflikt einmischte. Joseph Deiss war einerseits der eifrigste Verfechter des Gesamteuropäischen Arbeitsmarktes, andererseits ging im die Verlagerung von diesen Stellen über eine Distanz von 55 Kilometern klar zu weit.

Ähnlich Groteskes spielte sich bei der Umstrukturierung der Hirz Milchprodukte auf dem Hirzel ab. Den Arbeitnehmern wurden Anstellungen in Emmen und Dagmersellen angeboten. Wie stets artete die Situation in Protest aus. Wohl mancher Europafanatiker, fand es nicht mehr gemütlich als er selber ein kleines Opfer für die wirtschaftliche Effizienzsteigerung hätte erbringen müssen. Ein Argument wieso diese Umstrukturieung unmöglich sei war, dass viele Angestellte seit vielen Jahren im Gebiet Hirzel wohnhaft seinen. Scheinbar macht es uns wenig aus die ewig Vertriebenen und Herumverteilten weiter Umzuverteilen, aber bestimmt nicht die Sesshaften, welchen es lange Zeit sehr gut ging. Der Europäische Arbeitsmarkt als Modell für die Randständigen und Flexiblen, aber bestimmt nicht für einem selbst. Ein anderes Votum war der Hausbesitz der Leute, welchen man nicht aufgeben möchte. Womöglich müsste man mit Verlust verkaufen. Eine Vorstellung, die die Protestler zur Rage brachte. Auch hier wieder: Der liberalisierte Arbeitsmarkt für die Schwachen, Faulen und Armen, aber bestimmt nicht für vermögende Eigenheimbesitzer. Der Vollständigkeit halber sei noch gesagt, dass die Distanz vom Hirzel nach Dagmersellen 59 Kilometer beträgt, nach Emmen (der Hauptproduktionsstätte) gar bloss 32 Kilometer. Eine Distanz, welche sich in weniger als dreissig Minuten zurücklegen lässt.

Globalisierung nützt höchstens denen, welche mit dem Rudel heulen, sicher aber nicht den Spezialisten

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Schlagworte: , , , — wanderarbeiter @ 12:29 Uhr nachmittags

Der grosse Nutzen der Globalisierung sei, dass durch den Abbau von Hemmnissen und Kosten beim weltweiten Austausch von Gütern und Arbeit, die Wirtschaft dermassen profitiert, dass alle profitierten, behaupten die Befürworter. Die Überzeugungskraft dieser Argumentation leidet ein wenig darunter, dass die vehementesten Verkünder meist selbst Firmenbeteiligungen besitzen und deswegen direkt finanzielle Nutzniesser der Globalisierung sind. Dass der wachsende Gewinn multinationaler Unternehmen automatisch zum Segen für die ganze Bevölkerung wird, hat sich in der Vergangenheit selten bewarheitet, und es ist nicht einzusehen wieso es diesmal anders werden sollte. Selbst von den begierigsten Globalisierungslobbyisten wird allerdings eingeräumt, dass der Druck auf die weniger qualifizierten Arbeitskräfte steigen wird. Den gut bis sehr gut ausgebildeten Fachkräften wird hingegen eine blendende Zukunft prognostiziert und dementsprechend wird eingeräumt, dass die Lohnschere sich weiter öffnen wird.

Die Prognose besserer Lebensbedingungen für bestens qualifizierte Arbeitskräfte in einer globalisierten Welt ist leider falsch. Was die Wirtschaftsbosse zweifellos meinen, ist dass sie selber übermässig von einer internationalen Öffnung profitierten, und sich ausnahmslos als hyperqualifiziert benoten. Dabei werden diejenigen, welche das Geld verteilen dürfen, mit denjenigen verwechselt, welche die spezialisierte Arbeit ausführen.

In einer globalisierten Welt werden die niedrigst Qualifizierten stark migrieren, da es für sie im eigenen Land wirtschaftlich wenig zu profitieren gibt. Die Spezialisten wiederum haben es einfacher als Andere sich in neuer Umgebung nieder zu lassen, da sie als begehrte Arbeitskraft eher willkommen sind. Dies führt ebenfalls zu einer starken Migration bei diesen Schichten. Andererseits ist, gerade in Schwellenländern, die Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften klein, weswegen den Spezialisten die Migration aufgezwungen wird, falls sie sich nicht billigerer Arbeit zuwenden wollen. Einzige für eine Mittelschicht, welche es zu kleinem Wohlstand gebracht hat, lohnt sich die Migration nicht. Sie sind erstens wenig willkommen in einer neuen Region und haben zweitens durchaus etwas zu verlieren durch ihre Migration. Die Chance grösseren Wohlstands im Gaststaat ist verhältnismässig geringer als das Risiko den bereits erwirtschafteten, bescheidenen Wohlstand zu verlieren.

Die immigrierten Spezialisten sind nun aber grossem Druck ausgesetzt. Da sich die vielen emigrierten Spezialisten aus Schwellenländer in den reicheren Regionen Nordamerikas, West-Europas und Australiens, konzentriert wiederfinden, ist ihr Arbeitsangebot nicht mehr so exklusiv, wie bei einer gleichmässigeren Verteilung. Zudem ist ihre Aufenthaltsbewilligung an den Arbeitsplatz gebunden, was zusätzlichen Druck erzeugt und eine schlechte Verhandlungsbasis bildet. Sie mögen zwar bestens ausgebildet sein, trotzdem kennen sie sich schlecht aus im fremden Arbeitsmarkt. Dies macht sie attraktiv für Arbeitgeber, die eigene Situation wird dadurch aber nicht verbessert. Ausländische Spezialisten werden häufig mit Einzelarbeitsverträgen abgespiesen, haben wenig Arbeitsplatzsicherheit und sind kaum gewerkschaftlich organisiert. Sie können, relativ zum Schwellenland aus dem sie emigrierten, von einer höheren Bezahlung profitieren. Dies allerdings bloss solange wie sie die Arbeitsstelle halten können, was mit grossen Eingeständnissen verbunden ist. Dieser kleine persönliche Gewinn geht auf Kosten eines gestiegenen Druckes auf die einheimischen Spezialisten und dem Verlust an spezialisierten Kräften im eigenen Land. Wer dies verschweigt und die Spezialisten zu den Globalisierungsgewinnern zählt hat wenig begriffen.

Wären die Jungen so schlecht, wie die Alten meinen, gäbe es wohl bloss noch eine tausendjährige Rezession

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Schlagworte: , , , , , , , — wanderarbeiter @ 12:26 Uhr nachmittags

Seit ich mich erinnern kann werden Kinder und Jugendliche schlecht gemacht. Mir erging es nicht anders und trotzdem bin ich heute ein ganz normaler Bürger und Arbeiter. Eigentlich verwunderlich, bedenkt man, was für düstere Prognosen einem, aufgrund scheinbar abartigem Verhalten, in der Jugendzeit gestellt wurden. Heute bin ich aber weder vorbestraft noch falle ich jemandem zur Last. Nein, ich leiste meinen Beitrag für die Bevölkerung. Also auch für jene Leute, die in mir, wie in allen meinen jugendlichen Leidensgenossen, einen potentiellen Taugenichts sahen.

Die Lehrer mahnte uns nachdrücklich die Menschen auf der Strasse zu grüssen. Auch durften wir nicht erwarten, dass wir zuerst gegrüsst werden, dies musste stets von den Jungen ausgehen; ausnahmslos. Noch wichtiger war, nach dem Grüssen, das passieren ohne zurückzuschauen. Rückwärtsschauen war verboten und höchst unanständig. Bei anderen Gelegenheiten war “rückwärtschauen” nicht bloss unanständig, sondern weitaus schlimmer. Nämlich während des Gottesdienstes.

Neben dem katholischen Bibelunterricht (vom Lehrer) und dem Religionsunterricht (vom Pfarrer) mussten wir während der gesamten neunjährigen Schulzeit einmal die Woche den Gottesdienst besuchen. Dies war Pflicht-Schulfach am Dienstag Morgen und dauerte fast zwei Schulstunden, da nach dem Gottesdienst noch die Kirchenlieder von nächster Woche geübt wurden. Der Gottestdienst war öffentlich und wurde nebst den zwangsinstallierten Schülern von, ausschliesslich alten, Dorfbewohnern besucht. Was die “zivilen” Kirchgänger als schlechte Sänger boten, mussten die Schüler kräftig kompensieren, damit die ganze Übung nicht zu Fiasko wurde. Deshalb also das wöchentliche Nachsitzen mit Kirchenlieder.

Die Schüler mussten, sortiert nach Schulklasse, in den vordersten Bänken Platz nehmen. Erste Klasse zuvorderst, neunte Klasse zuhinterst. Gleich dahinter die Lehrerschaft, oder zumindest diejenigen, welche den Dienst diese Woche übernahmen, während die anderen ausschliefen. Sollte es jemand der Schüler wagen nach hinten zu gucken, wurde der Lehrer im Dienst aktiv. Das Vergehen wurde in die Schulstunde danach getragen, wo man sich Beschimpfungen anhören musste. Man wurde gleich noch für andere ungeheuerliche Skandale verantwortlich gemacht: Fahrradbremsspuren auf dem Pausenplatz; rumliegende Brotresten (so etwas hätte es während des Krieges nie gegeben - gemeint war stets der zweite Weltkrieg). Wer nun meint ich spreche von den fünfziger Jahren irrt; achtziger Jahre. Stets wurde einem ausgemalt was für ein verkommenes Subjekt man sei und die Erwachsenen schämten sich, dass man trotz strengster Erziehungsmethoden, Kinder aufzieht, welche es später einmal bestenfalls zum Kleinverbrecher bringen.

Nun sitze ich also da, habe Arbeit, eine Familie, eine gute Ausbildung und nehme die gesellschaftlichen Verpflichtungen wahr. Der Fokus der damals Scheltenden hat sich nicht verschoben, wiederum ist die Jugend im Visier. Diese scheint dermassen schlimm zu sein, dass man von mir, als kleineres Übel, abgelassen hat. Oder ist es bloss weil ich heute die AHV und Pflegekosten der damals ach so Überlegenen bezahle. (Neuerdings bezahle ich sogar via meine Private Vorsorge - zweite Säule - etwas an die Älteren damit die Rentenversprechen, welche an sie gemacht wurden, eingehalten werden können).

Die Jugendgewalt hat in “meinem” Kanton Luzern seit meiner Kindheit massiv zugenommen. Alleine in den Jahren 2000 bis 2005 gab es laut Statistik der Kantonspolizei eine Verdreifachung der Anzahl Körperverletzungen ausgeübt von Jugendlichen. Besonders erschreckend ist die Zuname gerade bei den schweren Verbrechen. Parallel dazu hat die Anzahl Sozialhilfebezüger zugenommen. Mit einem Anteil von gut 35% sind Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren) in der Sozialhilfe überproportional vertreten im Kanton Luzern (stand 2002).

Angesichts der weniger erfreulichen Tendenzen in den letzten Jahren, scheint mein subversives Verhalten von damals eher harmlos. Es wird ernsthaft Zeit, dass sich endlich jemand der Alten sich bei meiner Generation entschuldigt, für die Schikanen und Repressionen welche diese uns auferlegten. Heute verschweigen sie lieber den Wert den wir zum Alterswohlstand beitragen und meckern, in altbekannter Manier, weiterhin über die verruchten Jungen. Die Jugendlichen wurde stets schlecht geredet und wen wunderts, wenn sie dann und wann wirklich schlecht sind. Die permanente Empörung lässt sich nicht mehr steigern. Der Fokus ist derselbe geblieben, gescheiter ist man daraus nicht geworden.

Arbeitende Studenten bezahlen Versicherungsprämien ohne versichert zu sein

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Schlagworte: , , — wanderarbeiter @ 9:54 Uhr vormittags

In der Schweiz arbeiten geschätzte drei Viertel aller Studierenden neben dem Studium, gemäss Bundesamt für Statistik. Allerdings wird dadurch das Studium meist nicht vollständig finanziert, was bloss bei 6 Prozent der Studierenden der Fall ist. Dabei zahlen sie von ihrem erwirtschafteten Lohn, zusammen mit ihrem Arbeitgeber, Prämien an die Arbeitslosenversicherung ein. Dadurch kommen sie in den Genuss von Versicherungsleistungen falls sie Arbeitslos werden sollten und während den letzten zwei Jahren mindestens ein Jahr lang Beiträge geleistet haben.

Ausserdem besagt das Reglement, dass eine als arbeitslos gemeldete Person sofort (d.h. innert einer gesetzten Frist, in der Regel 30 Tage) für eine Arbeit vermittelbar sein muss. Ansonsten gilt sie nicht als arbeitslos und hat demzufolge auch kein Anrecht auf Versicherungsleistungen. Insbesondere werden alle Personen, welche in Ausbildung stehen, als nichtarbeitslos betrachtet.

Der arbeitende Student bezahlt seine Prämien bloss nicht vergebens für das letzte Jahr vor Abschluss des Studiums und falls er danach arbeitslos wird, oder aber, falls er sich nach Verlust des Arbeitsplatzes sofort an seiner Hochschule exmatrikuliert, also sein Studium aufgibt. Ansonsten wird der Student gegen ein Risiko versichert, dass er gar nicht geltend machen kann. Die Abgabe ist dann nicht mehr länger eine Versicherungsprämie, sondern eine Steuer, mit welcher diejenigen bestraft werden, welche niemandem zur Last fallen wollen. Hinzu kommt noch, dass sich die Wartefrist für die Arbeitslosenentschädigung, für Leute unter 25 Jahren, von fünf Tagen auf 125 Tage verlängert, falls sie soeben ein Studium absolvierten. Fazit: Entweder Studieren oder Arbeiten; beides zusammen geht schlecht.

Arbeiten in der Schweiz auch ohne anerkannte ausländische Ausbildung

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Schlagworte: , , , , , — wanderarbeiter @ 9:43 Uhr vormittags

Das Abkommen zur Personenfreizügigkleit zwischen der Schweiz und den Mitgliedstaaten der EU, welches am 1. Juni 2002 in Kraft trat, regelt auch die gegenseitige Anerkennung von Berufs-Diplomen, Berufs-Zeugnissen und Fähigkeitsausweisen zwischen der Schweiz und der EU. Welche in- und ausländischen Zeugnisse und Ausbildungen einander entsprechen muss oft individuell abgeklärt werden, da Name, Dauer, oder Umfang der Ausbildungsgänge unterschiedlich sind. Anträge auf Anerkennung können auch gerichtlich (Rekurskommission des EVD (REKO) in Frauenkappelen) gefordert werden.

Die Angst der Schweizer Bevölkerung war, dass billige Arbeitskräfte mit minderwertigen Ausbildungen einerseits zu ungleichen Konkurrenten werden, wo die mindere Ausbildung in der Schweiz gar nicht angeboten wird, und andererseits, dass die vergleichsweise bessere Berufsausbildung in der Schweiz dadurch an Wert einbüsst, da sie nicht mehr einen komparativen Vorteil aufweist. Da es nicht in allen Berufen und Ländern der Schweiz entsprechende Ausbildungslehrgänge gibt, sind die Beamten und Richter oft zu Kompromissen bereit. Die Praxis zeigt, dass sie dies auch dann sind, wenn der Antragssteller auf Diplomanerkennung sehr wohl in seinem Land eine längere (und vielleicht teurere) Ausbildung hätte absolvieren können. Ein solcher Kompromiss sieht vor, dass der Nachweis einer begleiteten Berufstätigkleit in der Schweiz die Mängel in der Ausbildung kompensiert. In Art. 4 Abs. 1, 92/51/EWG lautet dies so: “Liegt die Dauer der Ausbildung um mindestens ein Jahr unter der im Aufnahmestaat geforderten Ausbildungsdauer so kann der Aufnahmestaat fordern, dass die zuwandernde Person eine Berufserfahrung nachweist”. Das heisst, das man auch mit einer spärlichen Berufsbildung in der Schweiz arbeiten darf. In diesem Fall wird einem einzig das Diplom nicht anerkannt, weswegen man zu billigeren Konditionen angestellt wird, als die Schweizer Kollegen. Die Flankierende Massnahme, dass der Ausbildung entsprechend bezahlt werden muss, ist damit ausgehebelt, da die Ausbildung des ausländischen Arbeitnehmer gar nicht anerkannt wird, dieser aber trotzdem die Tätigkeit ausüben darf. Die nicht-vergleichbare Ausbildung, welche ursprünglich von der Schweiz nicht anerkannt wurde, wird nach dem Verstreichen der festgelegten Frist automatisch anerkannt. Danach hat der Migrant dasselbe Recht wie ein Schweizer, welcher für seine Ausbildung Zeit und Geld geopfert hat, während er arbeiten konnte.

Nun kann es vorkommen dass die Dauer der ausländischen Minimal-Ausbildung und der Arbeitsfrist zum automatischen Erlangen des Diploms zusammen kürzer sind als die inländische Berufsausbildung. In gewissen Berufen (Hörgeräteakustiker, Optiker) sind die Nachteile der Schweizer Lehrgängen dermassen frappant, dass sich gewitzte Schweizer für ihre Berufausbildung ins nahe Ausland absetzen um sich auf vergleichsweisen kurze und günstige Weise Zutritt zum Schweizer Arbeitsmarkt zu verschaffen.

Man mag sich fragen ob dadurch nicht Situationen von Inländerbenachteiligung entstehen können. Die Experten vom Bundesamt für Berufbildung und Technologie bejahen. Allerdings, besagt keine Regel, dass es diese nicht geben dürfe, ergänzen sie.

Doris Leuthard über den Lehrstellenmangel

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Schlagworte: , , , , — wanderarbeiter @ 8:06 Uhr vormittags

Gemäss Tagesschau des Schweizer Fernsehens haben zurzeit dreitausend Jugendliche in der Schweiz noch keine passende Lehrstelle gefunden. Der Bund reagiert darauf mit der Schaffung von Lehrstellenbetreuer, welche die Schüler der Abschlussklassen individuell beraten und ihnen den Einstieg ins Berufleben erleichtern sollen. Dieses Bundesprojekt soll nächstes Jahr starten, wobei die Kosten noch unbekannt sind. Anlässlich der Nationalen Lehrstellenkonferenz in Genf stellte Bundesrätin Doris Leuthard die Massnahme vor. Ihre erste Diagnose lautet: “Es sind natürlich vor allem die schulisch schwächeren Jugendlichen, Jugendliche aus sozial schwierigem Umfeld, die sind ja auch überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen und deshalb wollen wir sie als Zielgruppe hier besser betreuen und zwar frühzeitig”. Alles klar? Bevor jemand denkt, dieser Stuss sei falsch zitiert worden, gibt es den Originalbeitrag unter: http://snurl.com/leuthard

Zum Glück spricht Frau Leuthard bloss ziemlich unspezifisch von schulisch Schwächeren, und nicht etwa von Jugendlichen mit Sprachschwierigkeiten. Ihr Beispiel hätte sonst leicht das Bild vermittelt, dass man es auch ohne die Fertigkeit ganze Sätze zu bilden, in der Schweiz leicht bis zur höchsten politischen Instanz bringen kann. Dass Frau Leuthard die Schwächeren fördern will klingt in diesem Zusammenhang eher eigennützig.

Frau Leuthard darf noch einen zweiten Satz in die Kamera sagen, in dem sie die neuen Massnahmen messerscharf auf den Punkt bring: “Also wir stellen uns vor, dass wir keine neuen Strukturen implementieren, sondern mit den vorhandenen Strukturen, das heisst vor allem natürlich die Lehrerschaft, die gefordert ist, Eltern, aber vor allem dann die Berufsberatungszentren in den Kantonen, die existieren, die wollen wir hier mit der Aufgabe betrauen.”

Bloggen Sie auf WordPress.com.