Der Arbeitsmarkt in der Schweiz unter der Personenfreizügigkeit mit der EU

Januar 21, 2008

Doris Leuthard über den Lehrstellenmangel

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Schlagworte: , , , , — wanderarbeiter @ 8:06

Gemäss Tagesschau des Schweizer Fernsehens haben zurzeit dreitausend Jugendliche in der Schweiz noch keine passende Lehrstelle gefunden. Der Bund reagiert darauf mit der Schaffung von Lehrstellenbetreuer, welche die Schüler der Abschlussklassen individuell beraten und ihnen den Einstieg ins Berufleben erleichtern sollen. Dieses Bundesprojekt soll nächstes Jahr starten, wobei die Kosten noch unbekannt sind. Anlässlich der Nationalen Lehrstellenkonferenz in Genf stellte Bundesrätin Doris Leuthard die Massnahme vor. Ihre erste Diagnose lautet: „Es sind natürlich vor allem die schulisch schwächeren Jugendlichen, Jugendliche aus sozial schwierigem Umfeld, die sind ja auch überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen und deshalb wollen wir sie als Zielgruppe hier besser betreuen und zwar frühzeitig“. Alles klar? Bevor jemand denkt, dieser Stuss sei falsch zitiert worden, gibt es den Originalbeitrag unter: http://snurl.com/leuthard

Zum Glück spricht Frau Leuthard bloss ziemlich unspezifisch von schulisch Schwächeren, und nicht etwa von Jugendlichen mit Sprachschwierigkeiten. Ihr Beispiel hätte sonst leicht das Bild vermittelt, dass man es auch ohne die Fertigkeit ganze Sätze zu bilden, in der Schweiz leicht bis zur höchsten politischen Instanz bringen kann. Dass Frau Leuthard die Schwächeren fördern will klingt in diesem Zusammenhang eher eigennützig.

Frau Leuthard darf noch einen zweiten Satz in die Kamera sagen, in dem sie die neuen Massnahmen messerscharf auf den Punkt bring: „Also wir stellen uns vor, dass wir keine neuen Strukturen implementieren, sondern mit den vorhandenen Strukturen, das heisst vor allem natürlich die Lehrerschaft, die gefordert ist, Eltern, aber vor allem dann die Berufsberatungszentren in den Kantonen, die existieren, die wollen wir hier mit der Aufgabe betrauen.“

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