Der Arbeitsmarkt in der Schweiz unter der Personenfreizügigkeit mit der EU

Februar 21, 2008

Seilschaften, Kartelle und Konkurrenz

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Je länger die Mähr von der Globalisierung anhält umso mehr realisiert man, dass niemand daran glaubt, dass es einem selber nützt, wenn man danach lebt, sondern bloss wenn die Anderen dies tun. Die grossen Firmen versuchen mit aufwendigen Methoden (juristisch, politisch und durch primitive Beeinflussung der Volksmeinung) ihre Produkte in geschützten Märkten exklusiv zu vertreiben, während sie bei ihren Zulieferern genau dies verurteilen. Auch scheinen tiefe Löhne für die Produktivität von grosser Wichtigkeit zu sein. Bei der eigenen Entschädigung ist man jedoch entschieden anderer Meinung.

Eigenartig sind in diesem Zusammenhang auch Seilschaften. Da gibt es die klassischen Formen wie Studentenbruderschaften oder Logen. Auch scheinen öffentliche Institutionen, welche nie diesen Selbstzweck hatten, dafür missbraucht worden zu sein. Etwa das Militär, welches bis in die frühen neunziger Jahre, gerade im Bankensektor eine gewisse Rekrutierungsrelevanz hatte.

Der Grundgedanke der Bünde ist, dass Kooperation der Konkurrenz überlegen ist, dass man sich also durch gegenseitige Bevorzugung nützt. Der Starke mag wohl selber stark sein, die Schwachen sind dies bloss in der Gruppe und unter Regeln, welche ihnen Vorteile sichern. Dadurch lässt sich Konkurrenzgebaren ausschalten und mit dem Kartellgedanken einen Vorteil erzielen. Qualität und Ansporn werden von Quantität und Zusicherungen abgelöst. Schaut man sich Mitgliederlisten von solchen Bünden an, etwa der Swiss American Chamber of Commerce, so fällt auf, dass sich nicht etwa protektionistisch veranlagte Globalisierungsgegner darin finden, sondern die vermeintlichen Verfechter einer sich in jeder Hinsicht konkurrenzierenden Gesellschaft.

Fazit: Kooperation ist der Konkurrenz überlegen. Folglich begibt man sich mit Vorteil in Kooperationen. Je weniger dies die Anderen tun, umso stärker kann die eigene Kooperation ihre Vorteile ausspielen. Folglich besteht das teuflische Spiel des Lebens darin sich selber abzusichern (durch Staat, Familie und Seilschaften), dem Mitmenschen dies aber zu verwehren.

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