Der Arbeitsmarkt in der Schweiz unter der Personenfreizügigkeit mit der EU

Mai 15, 2008

Fallende Visa Restriktionen erhöht Druck auf qualifizierte Arbeitnehmer in den USA

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — Schlagworte: , , , , — wanderarbeiter @ 8:34 Uhr vormittags

Der San Francisco Chronicle beschrieb, in der Ausgabe vom 29. September 2000, die negativen Auswirkungen milder Visa Restriktionen auf die Arbeitsmarktsituation. Das bestehende US Immigrationsgesetz begrenzte bis anhin die Anzahl Visen, welche die Industrie geltend machen darf, um Ingenieure anzustellen. Nachdem sich die Arbeitgeber in Silicon Valley beklagten, ihnen würden die gut ausgebildeten Mitarbeiter fehlen, wurde die Visa-Kontingentierung schliesslich gelockert. Also Folge organisierten die Arbeitnehmer auch bestehende Arbeitsverträge neu. Es wurden bloss noch individuelle Arbeitsverträge ausgehandelt und das Recht sich zu organisieren untersagt. Das H1-B Visa Programm gab den Arbeitgeber zudem nicht nur die Möglichkeit nach belieben die Arbeiter anzustellen und wieder zu feuern, sondern auch die Konzession für den legalen Immigrationsstatus zu erteilen. Wenn sich also ein ausländischer Arbeiter aufmüpfig verhielt, konnte dieser vom Arbeitgeber nicht nur entlassen, sondern auch gleich noch des Landes verwiesen werden. Computer-Spezialisten aus Indien, welche unter dem neuen Regime angestellt wurden berichteten von massiven Lohnabzügen ohne rückwirkende Erstattung und sieben Tage Woche ohne Überzeitenentschädigung.

Arbeitgeber machen für die Massnahme den Mangel an einheimischen Arbeitskräften geltend, während Arbeitnehmerorganisation davon ausgehen, dass das Ziel davon sei die Arbeitskosten, zu Lasten der Arbeiter, zu drücken. Ausserdem schützt des Anstellen von Migranten die Industrie vor Arbeitnehmerforderungen. Der Aufruf zur verstärkten Ausbildung und Einstellung einheimischer Arbeitskräften wurde ignoriert zugunsten abhängiger Arbeitnehmer und höherem Profit.

Die Industrie im Silicon Valley spendet derweil massiv an beide grossen amerikanischen Parteien um die Visa-Lockerungen zu stützen und gar auszuweiten. Würden diese die Millionenzahlungen, anstatt an die Politiker, an die eigene Arbeitnehmer ausrichten, würden sie problemlos diejenigen Arbeitskräfte finden, die sie benötigen.

Opposition macht sich vor allem aus Kreisen von Minderheiten breit. Afro-Amerikanische und Latino-Amerikanische Ingenieure protestieren gegen die Ausweitung des Visa Kontingents, da diese als Erste als direkte Folge davon ihre Stelle verloren.

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